die aneignung der welt

September 11, 2009 von reinhardhandl

ein bewußt gestaltetes leben.

jetzt fängt’s erst an

August 13, 2009 von reinhardhandl

im vorälplerischen krafttank

Juli 10, 2009 von reinhardhandl

ein paar einblicke ..

TIME*SAILORS 1995

März 15, 2008 von reinhardhandl

TIME*SAILORS

  für TANZ*HOTEL

Wishing Good Luck To You

Dann bist du hier •

wo die Schlange aufhört ⋅

sich in den Schwanz zu beißen ⋅

du bist der, der dort ist ⋅

an jenem Ort, an dem er sich wähnt (frei und glücklich) ⋅

ein phantastischer Ort ⋅

ein (H)Ort der Phantasie ⋅

von dir ausgedacht (erdacht) ⋅

Ein Dock, ein Trockendock ⋅

Andockmanöver ⋅

aber hier wird nichts ⋅

vorbereitet hier ist alles wie ⋅

es sein soll ⋅

auch wenn du es nicht weißt ⋅

du brauchst keine Ahnung ⋅

davon zu haben •

nichts Vorausgedachtes ⋅

nichts Vorhergesagtes ⋅

nichts Gewünschtes ⋅

das was ist ist – ist wie es ist ⋅

wer hat gefragt ⋅

wann bin ich ⋅

alle sagen ⋅

(jetzt) ⋅

Ich bin jetzt – - – just now ⋅

wie ungewohnt – (wie) ungewöhnlich ⋅

es ist ⋅

sich festzumachen ⋅

vor Anker zu gehen ⋅

was das bedeutet ⋅

soviel Sinnfracht ⋅

Sinnesfracht ⋅

Sinnenfracht •

alles was verschiedenes – diverses ⋅

diversifikation   nichts ⋅

anderes ist die zeit ⋅

einheitsbrei, nichts da! ⋅

ent garne dich ⋅

ent täue dich ⋅

verdaue die welt ⋅

laß sie los auf die sieben weltmeere ⋅

laufen ⋅

let it flow let it flow let it flow ⋅

der fluß dein geschäft (das) Fließen •

du bist da ⋅

jeder Ort ist ein Pflock ⋅

locker locken ⋅

kennst du die ⋅

beeideten Pinien ⋅

und der zyklische (typische (Ausfluß)) Fluß ⋅

von Ezra ist seine Pfunde wert ⋅

wie wohl in der Einzahl •

Krusten ⋅

Krustentiere ⋅

& Schalentiere ⋅

zyklisch verdautes Schalentier ⋅

zäher Schlauch ⋅

zierlicher südlicher ⋅

SüdSchalenTier Ekliges ⋅

JeanPaul am Rande ⋅

Strande ⋅

dahattanixdavon •

die welt (er) ist ein saitenspiel ⋅

luftschwingungen ⋅

und die trompete? •

wie gesagt ⋅

das meer hat sich nie wiederholt ⋅

und das gekräusel ⋅

spielt gegen die glätte ⋅

nie remis •

das ist der wind ⋅

sssssssssssssss-ooooooooooooooooo ⋅

go on •

die Zeitmatrosen ⋅

die ein sam trotze(n) •

Fahrzeuge     timeship ⋅

aufeinander achten ⋅

manchmal    vonnöten •

brotherhood ⋅

Bruderhut   (die Verteilung (Ausgabe) von Bruderhüten)⋅

Nachrichtenhütte⋅

in der die Köpfe schrumpfen⋅

Schrumpfköpfe⋅

Schrumpfhütte⋅

Strumpfhütte⋅

Strümpfehüte •

sonderbare Ausdehnung⋅

Vorkommnisse⋅

welcher Ausgleich⋅

eingeordnet⋅

Dammbrüche⋅

die Feuerwehr⋅

verursacht⋅

um sich davon zu befreien? loszumachen? •

die Freier   dieser   Feier⋅

die Festsatzungen⋅

die Festsetzungen⋅

die Fest Seezungen •

Handabschlagen⋅

Grasabschlagen   ◊   und klatschen⋅

Wasserabschlagen⋅

Windabschlagen⋅

Gebäude im Wind⋅

sichtbar •

wer spricht die Zeitwörter⋅

in denen vergeht die Zeit •

Matrosen, wochenlang auf einem stählernen Container⋅

durch den Suez unterwegs nach Malaysia⋅

die Nacht die Dunkelheit die Zigarette⋅

2Ebenen der Realität der Erkenntnisblitz⋅

verdunkelt alles übrige⋅

die Wirklichkeit •

grundauf ab grund

Oktober 12, 2007 von reinhardhandl

von grundauf wo,
und von grund auf wo anders,
wo es was gibt, also da,
also da wo es bemerkenswert ist,
also anders, also nah und fern,
alsooo, so.

ob auch zweckgerichtet,
das ist dann die sekundärfrage,
die der verwertung,
um die es zuerst nicht gehen soll,
und das ist gut so.

aber dann wird gesagt,
irgendwo gesagt,
dass das jetzt ein geeignetes dafür ist.
und dann soll es also der verwendung zur verfügung gestellt werden,
dem zweck zugeführt.
also so.

ein durchgangs-spiel

August 23, 2007 von reinhardhandl

just playing
irgendein spiel spielen,
eine mautstelle für kreatives denken einfordern,
jeder gibt seine 2cent ideen dazu
alles wird allgemeingut,
das wird ein spass
aber wer keine ideen hat,
was für arme teufel,
die müssen dann kämpfen – und merken dass sie
gewinnen können wenn sie gemein sind
wie schade, sogern
***
aber was ist dann ancher -> nachher
werweiß, werweiß,
das kannst du dir nur vorsingen
mit zitterndem tenor
***
eventuell eine länge
eventuell eine ausdehnung
evenTunnel ..
was bist du da?
der bohrer (der stift?)
der Zug, der abtransport
der kuhle wind (der wind in der kuhle in der staubecke oder so)
das nachwarten (wie vergessen) auf wiederkehr
auf ankunft
durchfahrt, wieder was erledigt
also nachwinken.
***
aber nachher
wenn ein nachher
aus der wäsche winkt
frisch gestärkt
und gemehlt und geeiweißt (?)
***
hab immer noch diesen
nachwind um die ohren
diesen schrei im hals – wie ein kloß

(schrei ich ihn noch oder reicht mir das stumme echo im spüren – da war was – goodbye)
diesen (un)schalk im nacken
dunkler vogel der, ..

1. Juni 2007

Juni 1, 2007 von reinhardhandl

gestern hat das mini*festival von tanz*hotel begonnen. starker toback, sag ich mal. mini, weil ohne geld, festival, weil mit vielen freundlichen und erfreulichen kräften. es war sehr gut besucht, auch viele kollegen. sehr gute stimmung. ich denke, das publikum ist offen für formen, die sich nicht so einfach als tanz oder theater oder performace oder was weiß ich was klassifizieren lassen, das problem haben nur die statistiker und die eingesetzten zuordner. wenn ich mir das süffisante lächeln eines kurators angeschaut habe, mit dieser vernebelungstaktik, das ist einfach grausam und geht an der wirklichkeit vorbei. leider produziert es wirklichkeit. schwer erträglich.

willkommen!?

Mai 30, 2007 von reinhardhandl

natürlich sind alle willkommen, die natur freut sich über jeden zuwachs.
das bedeutet: sobald ein bewußtsein weitere kenntnis über erkennbares erwirbt,
erwirbt es mit vergnügen dieses – wie ein kannibale.
das ist die
große lebenslust und -freude!

exquisites prekariat, prekäre extravaganz

Mai 30, 2007 von reinhardhandl

so wie der staat sich arme künstler leistet,
so wie sich sozialistische politik
armut und unwürdiges leben
für einen nennenswerten anteil der bevölkerung leistet,
so leisten wir uns jetzt, zu tun, was wir nicht lassen können.
wider die alte behauptung, dass kunst nach dem gelde geht,
gehen wir ohne geld nach der kunst.

in prekären verhältnissen lebend, erlauben wir uns kultiviert zu sein.
wir verneinen die beworbene öffentlichkeit und laden persönlich ein.

jede veranstaltung gründet ihre eigene community,
wir werden kommen, wir sind schon da und wir sind zivilisiert.
so wie es sich die politischen parteien leisten, ihre
repräsentationskultur zu institutionaliseren und die freie kunst
zu marginalisieren und prekären lebensverhältnissen auszusetzen,
also selber nicht dabei sein zu wollen, die weigerungen wurden
bei verschiedensten gelegenheiten explizit ausgesprochen,
denn der kulturverwalter öffentlichen geldes hat
keinen sachverstand und keine sprache als die der diplomierten apparatschiks.
wenn politik sich auf verwaltung beschränkt und
keinen fach- noch sachverstand einbringt, dann
wenden wir uns ohne öffentlichkeit und ohne werbung und
ohne vermittlungsinstanzen direkt an unser publikum, an unsere verbündeten.

wir nehmen freiwillig die position des außenseiters ein,
um als spiegelinstanz dem bereiten/der aufnahmebereiten gesellschaft
eine neue oder zusätzliche wahrnehmungsmöglichkeit zu ermöglichen.

endlich wachsen die weltkulturen von unten zusammen,
der vorsprung der 1.welt wird willkürlich aufgegeben,
das narrenschiff lädt ballast ab, wie sich zeigt sind es
die egoistischen repräsentanten, die ihre guten manieren verwerfen
und sich unzivilisert geben, während die basis,
wie immer auch ohne sie auskommt und schaffensfroh werkt.

wir verkünden die epiphanie des postreklamen zeitalters.
wir erklären öffentliche werbung für (hinfällig, obsolet,
.. nicht mehr erlaubt, weil sie uns nicht für die belästigung,
für das intentionale aufsichziehen
unserer aufmerksamkeit entschädigt – das equivalent des beworbenen müßte
erst einer prüfung unterzogen werden – und die erfahrung hat gelehrt,
dass es der mühe nicht wert ist.)

die inkomensurabilität des schöpfens.

etwas über die weltgemeinschaft, der man unwillkürlich angehört,
es gibt ja jetzt schon leute, die etwas freiwillig verwalten,
nämlich gewisse software-pakete maintenace, das ist das zauberwort.

so also auf die auflösung der verwaltung hin,
was auch der pflege und fürsorge mehr entspricht.
wenn man auch mehr frauen in den öffentlichen sozialdienst einbinden würde,
dann würde auch da mehr weitergehen.
wir sind nicht aufzuhalten, auch nicht von der abwendung der kulturpolitik.
denn da wendet sich was von sich selbst ab,
nimmt seine aufgabe nicht wahr, sondern geht seinen vorlieben nach,
das kann er aber von amtswegen nicht machen!
andererseits hat er immer wieder seine großzügigkeit
und güte und seine ausgleichsbereitschaft unter beweis gestellt.

man kann sich natürlich fragen – in der tat tut man das auch
im vorgange der autopoiesis – was man falsch gemacht hat,
da der erwartungsdruck, der auf dem
[sich selbst be/an(nach sich selbst)greifenden] individuum lastet,
woher er kommt und woraus er gemacht ist erörtern wir später im detail,
ein druck, dessen man sich unausgesetzt bewußt ist in einer ausgesetztheitskonfusion,
die an wahnsinn grenzen kann, und durch den man geneigt wird,
sich in der lage sehen zu müssen nach einer auflösung,
nach einer entlastung – aber wohin, wo die grenzen des ICH
nicht mehr selbstbestimmbar sind – denn genau dies ist dieser aussendruck!!
und somit ist auch schon die ursache bestimmt.

und darum eingreifen – nach außen greifen in einer neubeschreibung – das ist der kern.
wir schreiben die verhältnisse neu, denn damit sind sie neu.
das ist schon der ganze zauber. auf akzeptanz kann das selbstreferat nicht warten,
sie erfolgt sozusagen automatisch durch die lebbarkeit des beschriebenen.

vollkommen klar. macht als drohmacht ist obsolet.
da es um kommunikation geht, geht es um regeln.
das „subjekt“, das sich außerhalb der regel stellt kann qua macht befragt werden.
dann ist aber eine einigung zu erzielen,
die in offener diskussion von repräsentanten stattfinden soll -
nichts mehr mit urteilen und strafen!

gegen die kunstinstitutionen, die besser verwaltbar sind,
sonst gibt es keine grund. ende der verwaltung von kunst.
die produzenten fordern sich ein. eine verwaltungseinheit kann es sich nicht leisten,
auf seine künstlerischen kräfte zu verzichten -
und schon garnicht aus unverstand,
der nur der schönrederei und dem lobbyismus nachbetet.

die kreativen lassen sich nicht mehr verkaufen.
lieber arm und unerkannt an der künstlerischen welt arbeiten
und gegen die repräsentationskultur aufstehen als mit den bonzen prassen,
und mittlerweile sind die bonzen nicht nur die kapitalisten
sondern vor allem die parteilobbyisten.
sie sitzen auf den fetten pfründen von jahrzehnten,
die sie nicht selber geschaffen haben und vertreiben aus ahnungslosigkeit
und ressentiment die künstler aus der gesellschaft, die nicht mehr weiß,
was sie von den künstlern einfordern kann. und natürlich umgekehrt.
wir fordern die gesellschaft ein.
der thatcherische satz vom ende der gesellschaft ist das unmenschlichste,
was ein gewählter vertreter vorbringen kann, dass es nicht geahndet wurde,
ist ein zeichen von geringem demokratieverständnis und humanismus,
das dringend verbessert werden muss, sowas darf eigentlich nicht mehr vorkommen,
so wie man sich vor tyrannen schützen muss,
die unschuldige mitbürger in bewaffnete kriege schicken.
verwunderlich, dass es noch keine gesetzgebung gibt, die sowas verhindert.

die respekt-frage. die integrität der person.
weil gesellschaft dort, wo man sie reglementieren kann,
das ist zuwenig, wenn das bedeutet, persönlichkeitsrechte zugunsten weniger zu beschneiden.
und sie sogar aus der freiheit zu entfernen.
in einer gewissen hinsicht ist der mensch unflexibel, er ändert nicht gerne etwas,
das bequem ist und scheinbar funktioniert,
auch wenn die langfristigen negativen auswirkungen bekannt sind.
der level an frustration oder negativer emotion ist nicht hoch genug.
an dieser stelle sollte die vernunft ihr werk tun, tut sie aber nicht,
weil es noch genügend lobbyisten gibt,
denen die kurzfristig positiven auswirkungen für wenige lieber sind
als die erhaltung des biotops.

23. Mai 2007

Mai 23, 2007 von reinhardhandl
  • macht

(in diesem fall politik) missbraucht kunst zu repräsentationszwecken, so war es schon immer.
also etwas über den schmückenden beiwert von kunst nachdenken. ist das kultur?

  • apropos recherche:

na schön, jetzt hat man 2 stellungnahmen, die ig ist unzufrieden, der stadtrat ist selbstzufrieden. ist das alles oder gibt es auch noch eine journalistische recherche? aber möglicherweise ist der journalismus auch schon aufs niveau der politik gesunken und hat kein interesse an ordentlicher arbeit. ich unterstelle das jetzt mal: weder die journaille noch die politik ist an einer unserem lebensstandard entsprechenden basis für künstlerische arbeit interessiert. fragt sich nur warum?

  • ideologie

wenn es wahr ist, dass ideologie und weltanschauung einen gewissen motivationsgehalt haben, dann sollte man politiker in wien dringend daran erinnern, welche sie einmal gehabt haben.

  • etablierte kunst

entweder ein paradoxon oder die ultimative erfüllung.