Serendipity

Ausstellung
Mormat Mühlgasse 20 1040 Wien im Freihausviertel

Vernissage 19.9.2012 19:00
Acryl auf Leinwand
Musik Grazile Gazelle

Finissage 25.10.2012 19:30
Text ÖdnisOde

Bild

[serendipity]
die Gabe, zufällig glückliche und unerwartete Entdeckungen zu machen
(die Entdeckung, das Glück, ein glücklicher Zufall, der Spürsinn)
beim malen bin ich über ein wort gestolpert, .. sowas passiert schon mal beim malen, da verheddern
sich die gedanken, die zu diesem zeitpunkt auslauf haben, aber wie verspielte hunde nunmal sind
und um die beine des malers streichen und dazwischenbellen ins gemalte hinein und siehe da – ein
fundstück: serendipity.
ich mag ja keine symbole malen, aber manchmal reizt mich doch das zeichenhafte der geister, das
gestenhafte der symbole und ich versuche sie zu überlisten, zu hintergehen hinter den sinngehalt zu
reiten.
über den symbolstrand lecken die bedeutungswellen und schäumen bevor sie im sand verlaufen, so
ist auch der sturz in die wellen in die schäumende gischt und es ist auch ein überschäumen, wenn
der sinn mit den zeichen durchgeht. das ist das eine.
das andere ist serendipity.
kein sinn oder hintersinn, nur spürsinn, weil die benennendste eigenschaft von lebendigem, von
materie überhaupt ist: leben!
beim malen: ich inhaliere die leinwand, ich hauche (sie) aus, der leere geist stülpt seine farberfüllten
tentakel über die fläche, die gesten sind der ausdruck der umgestülpten, gefalteten leere, die sich
nun auf der leinwand ausruht.
am anfang haucht es aus und erschafft sich selbst.
dieses ES ist es, um das es immer geht, es ist die geburt allen geistes, die erste echte vorsätzliche
tat, die erste erklärung, das erste zeichen, das erste symbol, das erste zu erkennende – das nun für
alle dinge anwendbar wird, von nun an ist alles ein vielfältiges, und in diesen falten entfaltet sich
die schöpferkraft und wird immer gigantischer bis sie götter und titanen erschaffen hat .. und nun
aber kommt der spürsinn und schnüffelt zwischen diesen bedeutsamen dingen herum und spürt: da
ist doch noch was, da ist noch etwas dazwischen, da fehlt noch ein zusammenhang, das sind doch
alles bloß lose enden, und so sagt er das eine mal, dass das gut ist, das andere mal aber nicht, weil
die neugier über wiegt oder der übermut. und so taucht er durch die sinngalaxien und gibt den
dingen ein eigenleben hinter dem eigensinn und siehe da, da meinen sie plötzlich etwas anderes,
etwas ungeklärtes oder nichts. und siehe da, er sieht, dass es gut ist.
und so ist scheinbar etwas verloren oder gefunden oder was.
jedenfalls gibt es noch eine menge herauszufinden und hineinzufinden und noch dazu ist da ein
spass drin verborgen und wo möglich kommt es gerade darauf an.

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